Ein Königreich verschwindet, eine Fotoreportage von Fotograf Steffen Diemer

Ein Königreich verschwindet, eine Fotoreportage von Fotograf Steffen Diemer. Swasiland hat die höchste Aids-Rate der Welt. Mit vielen Frauen zu schlafen ist in Swasiland selbst unter Verheirateten ganz normal. Aber es hat einen hohen Preis: Nirgendwo anders auf der Welt sterben so viele Menschen an Aids wie im Königreich Swasiland. Seit Beginn der 90er-Jahre hat sich die Lebenserwartung in Swasiland von 59 Jahren auf nur noch 48 reduziert. Einige internationale Organisationen gehen sogar von nur noch 32 Jahren Lebenserwartung aus, wenn man die künftigen Todesfälle durch Aids und dessen Folgen einrechnet, wie etwa die in Swasiland besonders häufige Lungenkrankheit Tuberkulose. Swasiland ist eine männerdominierte Gesellschaft, wovon Frauen  häufig Opfer von sexueller Gewalt sind. Die HIV-Ansteckungsrate unter Frauen ist daher noch höher als bei Männern.

Schon mit 18 wurde Mswati III. König von Swasiland, mittlerweile ist er es seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Er hat 13 Ehefrauen! Die vom König vorgelebte Vielweiberei ist in Swasiland gesellschaftlich nicht nur akzeptiert, sondern oft erwünscht. Und sie ist einer der wichtigsten Gründe, warum Swasiland in der HIV-Statistik weltweit am schlechtesten dasteht. Kondome nutzen Männer in Swasiland viel zu selten, obwohl es zahlreiche Informationskampagnen gibt. Auch eine Kampagne für Beschneidungen bei Männern, die nachweislich das Ansteckungsrisiko um mehr als die Hälfte reduzieren, war bisher in Swasiland nicht besonders erfolgreich. Mit fatalen Folgen. Denn in seinem von Südafrika und Mosambik umschlossenen Reich, das der König mit harter Hand regiert und in dem Oppositionelle schnell im Gefängnis landen, ist die Rate an HIV-Infizierten dramatisch hoch: Schätzungsweise 15 Prozent der Bevölkerung von insgesamt etwa 1,2 Millionen haben sich mit dem Virus infiziert, in der Altersgruppe der 15- bis 49-Jährigen sind es sogar 26 Prozent. In keinem anderen Land stirbt pro Jahr ein so großer Teil der Bevölkerung an den Folgen von Aids.

A kingdom disappears, Swaziland has the highest AIDS rate in the world. With many women to sleep is quite normal in Swaziland even among married people. But it has a high price: Nowhere else in the world die so many people with AIDS as in the Kingdom of Swaziland. Since the beginning of the 90s, life expectancy in Swaziland of 59 years has been reduced to only 48. Some international organizations even go from only 32 years of life expectancy, if we include the future deaths from AIDS and its consequences, such as the particularly frequent in Swaziland lung disease tuberculosis. Swaziland is a male-dominated society in which women are often the victims of sexual violence. The HIV infection rate among women is thus still higher than for men.

Already with 18 was Mswati III. King of Swaziland, now he is there for more than a quarter century. He has 13 wives! The measures by the king lived polygamy is socially accepted not only in Swaziland, but often desired. And it is one of the main reasons why Swaziland stands the world’s worst in HIV statistics. Condoms use men in Swaziland too rare, although there are numerous information campaigns. Even a campaign for circumcision among men who have proven to reduce the risk of infection by more than half, has not been particularly successful in Swaziland. With fatal consequences. For in his enclosed by South Africa and Mozambique empire that ruled the king with an iron fist and in the opposition quickly end up in prison, the rate of people infected with HIV is dramatically high: An estimated 15 percent of the total population of about 1.2 million have infected with the virus, in the age group of 15- to 49-year-olds is as high as 26 percent. In no other country is dying annually as a large part of the population from the consequences of AIDS.

Portrait Fotografie, Bewusst im hier und jetzt

Portrait Fotografie, Bewusst im hier und jetzt. Treffender wie  der alte Zen Meister Glücklich und Zufrieden sein beschrieb, kann man es auch auf die Portrait Fotografie übertragen. Um solche Portraits wie die hier gezeigten entstehen zu lassen, bedarf es ein hohes Maß an Vertrautheit, Zutrauen und sich einlassen auf den Mensch vor der Kamera. Hier und jetzt, ohne einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden….. werden die Bilder etwas, wie kann es so und so aussehen. Man muss den Moment geschehen lassen. Denn nichts anders macht man wenn Fotografien entstehen, man lässt den Moment geschehen. Nur dann können Fotos einstehen die nicht nur berühren sondern auch etwas aussagen.  Portrait Fotografie in Mannheim.

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zen Meister. „Herr“, fragten sie „was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du es bist.“ Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich.“ Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: „Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir doch auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?“ Es kam die gleiche Antwort: „Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich.“

Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: „Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein.“

Portraitfotograf Steffen Diemer Mannheim

Portraitfotograf Steffen Diemer Mannheim. Nach einem aller ersten Besuch in meinem Atelier zu einem ersten Kennen lernen, kam Pia jetzt zu unserem Termin. Ich hatte die Ehre Pia mit meiner Leica porträtieren zu können. Wie immer hat es sich auch diesmal ausgezahlt, dass ich mir für Pia viel Zeit für die Vorbesprechung zu unserer Sitzung in meinem Atelier für die Portraitfotografie genommen habe. Es ist einfach etwas anderes, ob ich jetzt einen Menschen mit meiner Fotokamera porträtiere mit dem ich evtl. vorab per Mail Kontakt hatte, oder ob man sich schon einmal vorab gesehen hat. Das löst viel Anspannung wenn jemand nicht regelmäßig vor der Kamera steht. Mit den Menschen, die fast keine oder gar keine Erfahrung vor der Kamera haben ist dies Voraussetzung für eine Portraitsitzung die dann fotografische Portraits schafft, die nicht nur beeindrucken, sondern berühren. Portraits sind etwas sehr persönliches und lösen unterschiedliche Emotionen beim Betrachter aus. Jedes Portrait steht für sich selbst. Portraitfotograf Steffen Diemer Mannheim
Portrait photographer Steffen Diemer Mannheim. After a first visit to my studio to meet each other, Pia came now to our appointment. I had the honor to portray Pia with my Leica. As always, it has also paid off this time that I have taken for Pia lot of time for preliminary discussion at our meeting in my studio for portrait photography. It’s just something else, if I now a person which I portray may in advance by mail contact, or has seen before in advance. This solves a lot of tension when someone does not regularly stands in front of the camera. With the people who have almost little or no experience in front of the camera, this is a prerequisite for a portrait session which then creates photographic portraits that not only impress but also touching. Portrait photographer Steffen Diemer Mannheim

Messy Mokattam Kairo Steffen Diemer Photography, Reportagefotografie, Mannheim

Messy Mokattam Kairo Steffen Diemer Photography, Reportagefotografie, Mannheim. I enter Mokattam through a stone portal; Cairos rubbish has found a place. Unpaved streets, simple 2-story stone buildings, dirt and dust, rats and rubbish where ever you look. For more than half a century Coptic Christians’ only option in Cairo, Egypt, has been to occupy themselves with the rubbish of their city. Donkeys earlier, now worn-out trucks deliver the waste that is separated, searched for potential recyclable and then sold to scrap dealers. Needless to mention the countless disorders and diseases caused by the emission e.g. of scorching plastic or by flies distributing infections. Egyptian society is not integrating the Coptic community, leaving them hardly any chance to settle for more than living in and from waste of their homeland.

Kloster und Klosterkirche Lobenfeld

Kloster und Klosterkirche Lobenfeld, fotografiert von Steffen Diemer, Mannheim, im Auftrag einer kirchlichen Stiftung. Mitten in Kraichgau und dem Odenwald liegt in schöner Landschaft die evangelische Klosterkirche Lobenfeld. Das Kloster zählt zu den bedeuteten staufischen Denkmälern in Baden Württemberg.  1145 gegründet, gab der Ministeriale Meginlach von Obrigheim das staufische Lehen Lobenfeld an die Augustinerchorherren in Frankenthal. König Konrad III. verzichtete auf seine Lehenshoheit und nahm die Gründung in seinen Schutz. Das Kloster unterstand dem Bischof von Worms. Ein Teil der Wandbilder entstand mit der  Chorausmalung um 1240 Auf der Südwand befindet sich eine einzigartige Szenenfolge aus der Martinsvita. Nach einer langen und bewegten Geschichte wird heute die Klosterkirche als geistliches Zentrum genutzt.

Beitrag in der SWR Landesschau zu meiner laufenden Kunstausstellung

Beitrag in der SWR Landesschau zu meiner laufenden Kunstausstellung -Unberührbar- im Club Speicher 7 in Mannheim. In der Folge der Pressetext zu meiner Ausstellung.

Ein Blick in die Notunterkünfte der Bayreuther Straße in Ludwigshafen am Rhein. Wer zum ersten Mal die Bayreuther Straße betritt, fühlt sich wie in einer anderen Welt.  Die Häuser sehen heruntergekommen aus und sind stark renovierungsbedürftig. Es ist schwer vorstellbar, dass Menschen dort seit Jahren unter solchen Bedingungen leben. Wer hier wohnt hat kaum eine Chance einen Job zu finden oder eine neue Wohnung. Die räumliche Ausgrenzung verbindet sich mit vielen Prozessen der sozialen Ausgrenzung in anderen Bereichen. Seit über 8 Jahren dokumentiert Steffen Diemer das Leben der Menschen in der  Bayreuther Straße. Zu einigen Bewohnern haben sich im Laufe der Jahre  enge Bindungen entwickelt. Diemer beobachtet, machtlos, den durch Alkohol und Drogen fortschreitenden körperlichen Verfall vieler Bewohner. Sie sind unberührbar. Im Positiven , wie im Negativen. Steffen Diemer der Dokumentarfotograf , der  für viele namhaften Magazine und Tageszeitungen fotografiert, wie Der Spiegel, Grazia, The Guardian, u.a.m., macht  atemberaubende Bilder.  In unzähligen Ländern der Welt, macht er auf  Konflikte,  verschwindende Kulturen und alte Traditionen aufmerksam und bewegt sich mit seiner Fotografie gleichermaßen zwischen zeitgenössischer Fotokunst und als Auftragsfotograf für Industrie und Medien. Diemers Bilder gewähren  einen differenzierteren Blick auf  die allgegenwärtige mediale Bilderflut. Auch in der Bayreutherstraße. Neben der Ausstellung ,, Unberührbar ,, werden auch die Nassplatten von Steffen Diemer präsentiert.  Die Kollodium Nassplatte wurde 1850/51 von Frederic Scott Archer und Gustave Gray als frühes fotografisches Medium entwickelt. Steffen Diemer hat mit diesem sehr alten Verfahren , der Fotografie eine einzigartige Aura gegeben, die jede WET PLATE zum Unikat werden lässt. Die nahezu dreidimensionale Haptik und sagenhafte Schärfe geben jeder Fotografie eine indivduelle Note. Kuratiert wird die Ausstellung von Deborah Musso von der Mannheimer TEN GALLERY ( www.ten-gallery.com ) und gesponsert von LEICA und CANSON. Die kunsthistorische Einordung des Werkes von Steffen Diemer uebernimmt   Dr. Dietmar Schuth. Zur Vernissage im Club Speicher7 spielt der Sänger Martin Griffiths –der legendären Band Beggars Opera, den Steffen Diemer kürzlich porträtiert hat.